Arbeiten um sonst? Ja oder Nein

Irgendwann steht jeder von uns am Anfang seine „Karriere“ als Konzertfotograf, und will unbedingt sich unter Beweis stellen, diese Gefühl bei Konzertfotografie Erleben.

Aber wenn man selber nicht an die passende Akkreditierungen nicht rankommt, muss man einige Print, Online oder andere Medien dran kommen. Soll man da Geld verlangen? Und wenn ja wie viel?

Ich erzähle Euch eine Geschichte bevor ich mich in das Thema vertiefe.

Eine Bekannte von FaceBook fragte mich ob sie für mich fotografieren dürfte. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, aber dann kam sofort die Frage was bezahlst Du. Naja, ich bezahle gar nicht so lange ich nicht weißt wie jemand fotografiert, also antwortete ich wahrheitsgemäß, erstmal nichts. Die Empörung auf Ihre Seite war nicht zu übersehen, weil wie kann es sein daß ich Leute um sonst arbeiten lasse. Dann Fragte ich sie sofort welche Konzerte wären für sie Interessant und da kam wie ein Geschoss: Apocalyptica, Frei.Wild, Sunrise Avenue, Kiss und einige andere großen Namen. Dann fragte ich sie sofort welche Erfahrungen hat sie in Konzertfotografie, als Antwort kamen drei kleine Klub Konzerte, wo sie sich frei in Publikum und auf der Bühne bewegen durfte, und sogar mit Flash fotografieren durfte. Also erzählte ich Ihr wie es aussieht, auf einem „echtem“ Konzert zu fotografieren. 3 Songs, kein Flash dann raus. Als Antwort kam „Und wie soll ich dass mache?“ . Und somit war die Unterhaltung beendet.

Was ich mit diesem Beispiel Euch zeigen will, es hängt immer sehr viel davon ab, ob ihr dafür Geld bekommt, wie viel Erfahrungen Ihr vorweisen könnt, und wie groß Eure Portfolio ist, wenn jemand keine 50 Konzerte Fotografiert hat, angefangen mit Klub für 100 Leute bis grösste Hallen wie Lanxess in Köln oder Mercedes Benz in Berlin. Da braucht Ihr gar nicht mit „Geld“ anzukommen“ weil Eure Erfahrungen absolut minimal sind.

Bei mir gibt es immer eine Regel, Du fotografierst die erste drei Konzerte für „Bier“ (spricht je nach Entfernung bekommst DU zwischen 10 bis 20 Euro, und dann je nach dem wie deine Bilder waren, kann man sich immer zusammen setzen und verhandeln. Um sonst fotografiert bei mir niemand, und niemand wird es je tun, das Spritgeld, oder Fahrtkosten sollten immer drinn sein, oder man trinkt für das „Taschengeld“ Bier.

Und es gibt noch eine Regel bei mir, ein blutiger Anfänger bekommt niemals die Möglichkeit die grösste Konzerte zu fotografieren, außer daß Sein Portfolio mindestens so groß ist wie meins.

Aber um sonst zu fotografieren ist ein absoluter NO GO!! Auch wenn es in meinem Fall öfter mal nur symbolisch ist.

Ach so und die Bekannte macht von Zeit zu Zeit Fotos für einige Bekannte, auch wenn sie es um sonst macht… Mal gucken wie lange sie das macht…

factorybrains-1

Titelbild: ISO 2000, 105 mm, Blende 5, Verschlusszeit 1/100

Und heute Abend geht es endlich zu einem Konzert auf dem ich mich schon lange freue, Cäthe spielt in Kölner LUXOR!!!

2 Gedanken zu „Arbeiten um sonst? Ja oder Nein

  • 26. Dezember 2016 um 23:26
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    Du scheinst dich echt für den Größten zu halten, oder? „Ein blutiger Anfänger bekommt niemals die Möglichkeit…“ gähn. Meine ersten Konzerte auf denen ich offiziell mit Presseausweis fotografieren durfte, waren Boss Hoss und Andreas Bourani. So viel dazu. Ansonsten, schraub mal deine Arroganz ein wenig runter. So überragend sind weder deine Fotos, noch deine Seite oder dein Satzbau.

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    • 27. Dezember 2016 um 9:01
      Permalink

      Nein ich halte mich nicht für den grössten, und werde es nie tun… Mein erstes Konzert miz Presseausweis war Blink 182 😀 Ich habe es an „blutige Anfänger“ gerichtet weil gerade die haben Probleme mit Ettikete…

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